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Biere für das Nerd-Herz

Heute stelle ich euch zwei Biere vor, die das Nerd-Herz höher schlagen lassen. Beide stehen in der typischen tradition der U.S.-amerikanischen Braukunst und zeigen die typische, in Deutschland nicht so angesehene kreativität. Damit Verbunden dürfte auch ein Verstoß gegen das Reinheitsgebot sein ;)

Aus den Tiefen der Finsternis:

Das Dawn of the Red IRA von Ninkasi richtet sich an alle Zombi-Fans ^^

Beim Dawn of the Red handelt es sich um ein India Red Ale, das wie üblich eher bitter ist. Darüber hinaus ist es aber auch sehr fruchtig und daher insgesamt geschmacksintensiv. Es geht sehr gut mit Süßspeisen zusammen.

Eine Flasche Dawn of the Red

Dawn of the Red IRA

Aus dem Zufallslabor:

Das Grapefruit Slam der Stone-Brauerei richtet sich eher an Mathematik-Nerds. Die Front ziert zweidimensionaler Random Walk darstellt. Interessante Einblicke in die Brautätigkeit liefert das Blog des Stochasticity Projekts.

Bei diesem India Pale Ale ist der Name Programm: Sehr deutlich tritt der Grapefruit-Geschmack hervor, der durch die Zugrabe von Grapefruit-Schale zustandekommt. Der Fruchtgeschnack ist aber nicht übermäßig stark und macht das Grapefruit Slam so zu einem sehr gut zu trinkenden und leckeren Bier. Schade, dass es nicht in Deutschland erhältlich ist.

Eine Flasche Grapefruit Slam

Grapefruit Slam IPA

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 10. März 2017.

Klassischer Bier-Fight in Vancouver

Generell gelten in Vancouver die gleichen Regeln wie in den USA. Das heißt: man darf in der Öffentlichkeit keinen Alkohol zeigen. Dies führt auch hier zu den bekannten braunen Tüten. Ich vermute mal, das dient dem Jugendschutz, da man seine Kinder auch nicht in Kneipen mitnehmen darf (auch nicht in solche, die auch Essen anbieten). Die Bierkisten (maximal 6 Flaschen! oO ) darf man aber scheinbar öffentlich tragen, ich habe schon einige davon gesehen.

Anders als z. B. in den U.S.A. darf in Vancouver (eigentlich in ganz British Columbia) aber kein Alkohol in Geschäften verkauft werden, sondern nur in speziellen staatlichen Liquor Stores. Was sich eigentlich eher unkomfortabel anhört, ist aber ziemlich praktisch: dadurch gibt es quasi an jeder ecke sehr spezielle große auf alkoholische Getränke spezialisierte Läden mit einer riesigen Auswahl. So ist es hier kein Problem viele der verschiedenen Homebrews zu probieren, da es die zusätzlich zu den üblichen Marken überall gibt.

Düsseldorf vs. Köln reloaded

Die große kanadische Microbrewscene braut zahlreiche verschiedene Biere nach verschiedenen Brauarten. So gibt es hier unter Anderem ein Altbier und ein Kölsch (Kolsch ;) ). Ich habe mir also mal beide geholt und teste mal, was die Kanadier aus zwei traditionellen deutschen Brauarten machen.

Kandidat 1:

Zuerst habe ich das Crooked Coast Altbier von der Driftwood Brewery probiert, da ich persönlich Altbier dem eher wässrigen Kölsch vorziehe.

Das Bier ist laut Angaben nach der klassischen Dusseldorfer Art gebraut und enthält deutschen Hopfen und Malz. Passend dazu empfiehlt die Brauerei auch Bratwurst und Weißwurst als passendes Essen dazu. Wenn die mal wüssten, das eine Weißwurst und Altbier selten zusammen auf einem Tisch stehen :D

Das Bier ist eindeutig ein Altbier, die Farbe ist schön dunkel und vom Geschmack ist es leicht bitter, wie bei Altbieren üblich. Leider schmeckt es darüber hinaus sehr Hopfig, was nicht mein lieblingsgeschmack ist.

Eine Flasche Crooked Coast Altbier

Crooked Coast Altbier

Kandidat 2:


Das zweite Bier im Klassiker-Vergleich im neuen Gewand ist das Analogue 78 Kolsch von der Phillips Brauerei.

Die Angaben zur Brauart sind eher kreativ gehalten, es geht aber doch hervor, dass deutsche Braukunst dahinter steckt, was man sich vom Namen nach ja schon denkt. Die langlebige Brauart bleibt, genauso wie der klassische Sound von Vinylplatten und analogen Verstärkern. Man kann den Namen auch so deuten, dass die Macher keine Ahnung von modernen digitalen Medien haben, denn die Webseite mag zwar nett aussehen, respnsiv ist sie garantiert nicht, da sie zu viel Speicher und Rechenleistung verbraucht.

Das Kolsch ist (wie zu erwarten war) hell und deutlich leichter als das Altbier. Es ist weder malzig noch hopfig und sehr angenehm zu trinken; ich persönlich mag es lieber als die mir bekannten echten Kölschs, da es doch etwas mehr Geschmack hat.

Eine Flasche Phillips Analogue 78 Kölsch

Phillips Analogue 78 Kölsch

Fazit: die fehlenden Umlaute ändern wenig, das Duell zwischen dusseldorfer Braukunst und Kolsch ist spannend, auch wenn die erste Runde vom Kolsch gewonnen worden ist, obwohl ich sonst eher Alt bevorzuge.

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 12. März 2014.

Unterwegs in Wollishofen

Gestern bin ich in meine temporäre Wohnung in Zürich-Wollishofen gezogen und wollte mir den Kiez etwas ankucken. Da ich hunger hatte, habe ich bei Google Maps nach nem Bistro gesucht und bin auf das Strudelhaus Poushe aufmerksam geworden, das scheinbar eine kleine Kette in Zürich ist. Da das Angebot lecker aussah und etwa 15 Gehminuten entfernt war, stand mein Ziel fest.

Die reise hat sich gelohnt. Es gibt eine gute Auswahl an verschiedenen Strudeln und anderem Gebäck und einen hervorragenden Espresso. Ich habe mich für die klassische Variante, den Apfelstrudel entschieden.

Ich war dann auch zum erstenmal im Supermarkt einkaufen. (Rund-um-die-Uhr-Verpflegung auf dem Arbeitsplatz hat auch Vorteile ;)) Die große Auswahl an Produkten, sowohl nationale als auch ausländische hat mich überrascht. Sowas bräuchte es auch in Deutschland. Am coolsten fand ich die Zopftierliköpfli (habe ich schon gesagt, dass mich Wörter mit i am Ende mittlerweile extrem nerven?) und das Titanium-Bier. Letzteres kommt zwar aus Belgien, aber ich muss es trotzdem testen. Natürlich erfüllt es nicht die Anforderungen des Reinheitsgebots, da es mit Zucker zubereitet wird, aber manchmal muss man das einfach in Kauf nehmen.

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 20. November 2013.