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Hasengemetzel in Mayhem Triple

Heute habe ich seit längerer Zeit mal wieder ein neues Computerspiel installiert: Mayhem Triple.

Es ist ein sehr geiler Shooter, in dem die Welt vor angreifenden Killer-Bunnies gerettet werden muss. Obwohl (weil?) die Grafik nicht modern ist, sondern vermutlich auch auf einem SNES laufen könnte, macht das Spiel extrem viel Spaß, und artet direkt in ein Gemetzel aus. Was wohl Killerspiel-Gegner dazu sagen?

Die abstruse Handlung der angreifenden Killer-Bunnies wird vom Protagonisten ohne weitere Zweifel einfach hingenommen, so ist man direkt mitten im Geschehen (oder besser: Gemezel). Das Gameplay kann durch zahlreiche interessante Einfälle begeistern, so kann oftmals mit Objekten interagiert werden. Es gibt auch einige für Jump’n’Runs typische Rätsel.

Neben den massenhaft auftretenden einfachen Hasen gibt es auch fiesere Gegner, wie extrem widerstandsfähige Monsterhasen und Hoden-Bomben abwerfende Penisroboter, die für Abwechslung sorgen. Die Story wird von verschiedenen auftauchenden Protagonisten vorangetrieben, die herrlich politisch unkorrekt sind: An Checkpunkten gibt es die Möglichkeit bei einem Schwarzmarkt-Verkäufer Waffen zu kaufen. Der ist natürlich schwarz ;) Immerhin verkauft er keine Drogen :-D Für länger anhaltenden Spielspaß sorgen einige Erfolge, für die man zum Beispiel versteckte Gegenstände finden muss oder Hasen auf bestimmte Arten töten soll.

Wer auf nette Indy-Spiele steht, sollte es sich mal ankucken. Das ganze ist sogar kostenlos, bei Gefallen darf man dem Autor gerne spenden. Und hier noch der Trailer:

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 4. Mai 2013.

Unendlich Leben in Candy Crush Saga

Einige von euch kennen es wohl, das Spiel Candy Crush Saga von King.com. Zunächst ein bei Facebook beliebtes Spiel, gibt es Candy Crush nun auch für Handys und Tablets. Nachdem ich dem Phänomen zunächst wie bei FarmVille und anderem Krams  eher beobachtend gegenüber gestanden habe, hat es mich nun auch erwischt.

Das Spielprinzip von Candy Crush ist süchtigmachend, bei der sonstigen Ausführung gibt es aber einiges zu bemängeln. Synchronisierung mit mehreren Devices ist nur über Facebook möglich. Das ist auch nicht so leicht zu umgehen, da die Savegames nicht auf der SD-Karte sondern im geschützen Ordner /data/data/com.king.candycrushsaga/app_storage gespeichert werden, auf den man nur auf gerooteten Geräten Zugriff hat.
Weiterer Minuspunkt sind die Nutzungsmodalitäten des Spiels. Zusätzlich zum nervenden „Feature“ der In-App-Käufe von Boni wie zusätzliche Züge, ist die Anzahl der Versuche auf 5 begrenzt. Immerhin regenerieren sich die Leben alle 30 Minuten. Alternativ kann man seinen noch-Freunden bei Facebook auf den Sack gehen und um Leben betteln. Das lässt sich jedoch recht einfach ändern. Es gibt hingegen keine Bezahlvariante des Spiels, in der man ganz Normal wie gewohnt spielen kann.

Ich übernehme keine Garantie dafür, dass das Folgende Vorgehen funktioniert. Ich übernehme keine Haftung für eventuell auftretende Schäden. Zur Durchführung muss das Gerät auf eigenes Risiko gerootet werden.

Es ist ratsam, vor dem Start eine Sicherung des Systems, zumindest von Candy Crush Saga durchzuführen (zum Beispiel mit Titanium Backup).

Manuelle Synchronisation

Nutzer ohne Facebook-Account haben ein Problem, wenn sie ihre Spielstände auf mehreren Geräten synchron halten wollen. Wenn man jedoch Root-Zugriff hat, ist das ganz einfach. Mit einem geeigneten Root-Dateimanager (zum Beispiel dem Datei Manager (HD-Version für Tablets) oder dem (kostenpflichtigen) Root Explorer kann man auf die Dateien save_0.dat und save_0.bak im Verzeichnis /data/data/com.king.candycrushsaga/app_storage zugreifen und sie so zwischen den Geärten austaustauschen, zum Beispiel via DropBox oder Wuala.

Extraleben

Nur etwas schwieriger stellt sich die Sache mit den Leben heraus. Als Voraussetzung benötigt man ein installiertes Candy Crush Saga. Wenn man seinen Spielstand behalten möchte, sichert man zunächst wie oben beschrieben die Spielstände. Zur Durchführung der Änderung wird einige Software benötigt:

  1. 7zip (oder vergleichbares Tool)
  2. ein Java JDK
  3. den apk-signer
  4. das Tool zipalign, das zum Beispiel im Android SDK enthalten ist

Nun muss man folgendes machen:

  1. Die Datei com.king.candycrushsaga.apk dem Verzeichnis /data/app/ auf den PC kopieren. Sie kann dabei zum Beispiel auf der SD-Karte zwischengespeichert werden.
  2. Das Spiel löschen.
  3. Die Datei mit 7zip als zip öffnen und aus dem Ordner assets/res die Datei tweakdata.prop extrahieren (zum Beispiel in ein Explorerfenster ziehen.
  4. Die Datei mit einem Editor öffnen und den Wert für lives.base.max auf 1337 ändern und speichern.
  5. Die geänderte Datei wieder in das 7zip-Fenster ziehen und die bestehende Datei ersetzen.
  6. Im Hauptverzeichnis in der .apk-Datei muss das Verzeichnis META-INF gelöscht werden. Hier ist die Signatur der unveränderten Datei gespeichert.
  7. den apk-signer öffnen und einen Schlüssel generieren. Dazu muss zunächst der Speicherort des Schlüssels gewählt werden, Passwörter und Aliase festgelegt werden. Da wir diese Änderung nur für uns selbst durchführen und die .apk-Datei nicht veröffentlichen, können wir hier irgendwas eintragen, solange das Passwort 8 Zeichen lang ist. Ein Name muss auch eingetragen werden. Ein Klick auf „Generate Keyfile“ erzeugt den Schlüssel.
  8. Mit diesem Schlüssel wird nun die geänderte .apk des Spiels signiert. Falls die Datei jarsigner.exe nicht im Suchpfad enthalten ist, muss der Pfad zum JDK-bin-Ordner gesetzt werden. (Das ist unter Windows bei Standardinstallationen der Fall). Die Schlüsseldatei muss ausgewählt werden, Passwörter und Aliase wie oben eingegeben und die unsignierte, veränderte .apk-Datei gewählt werden. Ein Klick auf „Sign!“ signiert dann die Datei. Falls der Pfad zur jarsigner.exe falsch ist, erscheint eine entsprechende Fehlermeldung.
  9. Die .apk-Datei muss nun noch ausgerichtet werden. Dafür muss auf der Kommandozeile das tool zipalign.exe aufgerufen werden. Der Aufruf sieht zum Beispiel so aus: D:adt-bundle-windows-x86_64sdktoolszipalign.exe -v 4 com.king.candycrushsaga.apk com.king.candycrushsaga-signed.apk. Der Pfad zum Android-SDK muss natürlich angepasst werden. Der zweite Dateiname ist die Ausgabedatei.
  10. Nun muss die signierte .apk auf das Android-Gerät zurückgespielt und installiert werden.
  11. Vorher erstellte Sicherheitskopieen können nach einem ersten Start in den alten Ordner zurückgespielt werden.

Mit 1337 Versuchen gibt es keinen Grund mehr, das Spiel aus der Hand zu legen.

Das Ergebnis: Viele Leben in Candy Crush

Bei diesem Vorgehen ist zu beachten, dass ab diesem Zeitpunkt keine Updates des Spiels mehr installiert werden. Nach einem manuellen Update muss man das Ganze nochmal durchführen.

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 20. November 2013.

Damsel in Distress

Gestern wurde die erste Folge von Anita Sarkeesians Doku-Serie Tropes vs. Women in Video Games veröffentlicht. Die Veröffentlichung über feministfrequncy legt nahe, dass es mal wieder aus feministischer Sicht gegen Sexismus geht.

Ich habe mir die erste Folge Damsel in Distress: Part 1 angesehen um zu sehen, was davon zu halten ist. Die Ankündigung auf Kickstarter hat sich jedenfalls interessant angehört.

Worum geht es? Anita Sarkeesian beschreibt ein Phänomen in Computerspielen, dass sie „Damsel in Distress“ nennt. Dabei geht es um den Fakt, dass ein weiblicher Charakter eingesperrt, gefangen, seiner Macht beraubt wird und von einem Helden befreit werden muss. Als berühmte Beispiele führt sie Peach (Toadstool), Daisy aus den Mario-Spielen und Zelda an.

Das und die weiteren Beispiele fand ich sehr interessant, ich finde Tropes ja generell interessant, auch in Filmen. Es macht auch Spaß, sie in Filmen zu suchen. Mit ihrer anschließenden Kritik übertreibt sie imho jedoch. Durch die wiederholte Verwendung würde der Eindruck gefördert, dass Frauen generell schwächer als Männer sind und sich nicht allein zur Wehr setzen können. Ich sehe das nicht so schwerwiegend. Generell sollte man ein Weltbild haben, das sich nicht zu 100% aus aufgenommenen Infos aus Filmen, Spielen und Büchern entstammt. Weiterhin sind die Szenarien ja nicht immer untypisch. Die Prinzessinnen sind ja nicht eigentlich wehrhafte Frauen, sondern eben Prinzessinnen. Marios erster Auftritt in Donkey Kong, dem er Pauline entreißen muss, fällt natürlich auch in die Kategorie. Dafür gibt’s aber mit der Donkey Kong: Pauliene Edition eine moderne Revanche.

Weiterhin kritisiert sie, dass in modernen Neuauflagen und Fortsetzungen das Prinzip nicht aufgegeben wird. Nun, in neuen Spielen darf das gern anders sein. Aber wenn die Prinzessin auf einmal Mario retten muss, möchte ich das nicht mehr spielen ;) Zu den Neuauflagen: es handelt sich dabei teilweise um 1:1-Umsetzungen, in denen nur die Grafik verändert wurde.

Was mir etwas fehlte: mittlerweile gibt es ja bekanntermaßen starke weibliche Charaktere, wie zum Beispiel Lara Croft und Cate Archer (auch wenn es dabei natürlich andere Probleme gibt ;)). Doch auch früher gab es bereits die zahlreichen Frauen in Beat ’em ups wie Tekken (Anna, Nina, Julia, Ling Xiaoyu, etc) und Street Fighter (Chun-Li) und in den Rollenspielen. In den vielen Final-Fantasy-Teilen gab es zahlreiche weibliche Charaktere, darunter zum Beispiel Refia (FF3), Rinoa (FF8) Yuna, Lulu, Rikku (FFX) und Lightning (FF13). In Secret of Mana waren zwei der drei Hauptcharaktere weiblich und beide deutlich cooler als der „Held“. Ebenfalls in den 80ern wurden zwei berühmte Charaktere eingführt, die das Damsel-in-Distress-Thema auf den Kopf stellen: Samus Aran und Giana, die gerade erst ein neues Spiel spendiert bekommen hat. Ich könnte die Liste noch endlos fortsetzen, und das sind nur Spiele, die ich gespielt habe ;)

In einer Sache muss ich Anita Sarkeesian jedoch zu 100% recht geben: das 1999 entwickelte Spiel Dinosaur Planet hätte wie geplant rauskommen sollen. Stattdessen haben wir nun ein Star Fox Adventures… Danke Miyamoto :-/ Naja, man kann ja nicht immer genial sein. Geschickterweise „vergisst“ sie auch noch, dass Krystal versucht die Prinzessin zu befreien. Aber sie sieht den Damsel-in-Distress-Trope nur erfüllt, wenn ein Mann eine Damsel rettet.

Hier noch die Szenen aus Dinosaur Planet:

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 31. März 2019.

StarCraft

Ich mit Socke

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Fakultät Informatik der TU Dortmund wurde unter Anderem mi dem TUDO-Cup ein Starcraft II-Turnier veranstaltet, was ich mir natürlich nicht habe entgehen lassen. Das letzte mal habe ich vor etlichen Jahren Broodwar gespielt, so dass ich einiges neue gelernt habe. Ein kleines bisschen juckt es mir ja in der Maushand, mal SCII auszuprobieren. Schade, dass die Anzahl der Stunden pro Tag so klein ist :-/

Bevor es mit dem Turnier losging, entdeckte ich jedoch noch ein „Kunstwerk“, das irgendjemand bei einer unbekannte Künstlerin in Auftrag gegeben hatte. Diese hat dann schließlich in Kinderschrift sinnlose Fragen an die Wand geschrieben. Sachlich, wie Informatiker natürlich sind, wurde direkt die Frage gestellt „Ist das Kunst oder kann das weg?!“.

"Kunst" im Informatik-Gebäude der TU Dortmund

Nun ging es aber zu StarCraft. Den Organisatoren war es gelungen einige Progamer und auch Semipros einzuladen, die übrigen Plätze sind von Studenten aufgefüllt worden, außerdem hat Herr Prof. Sohler teilgenommen. Ich habe die Chance genutzt und ein Foto zusammen mit Socke gemacht, das nun im Titel prangt.

Der Hörsaal, in dem die wichtigen Spiele stattfanden Der Game-Pool

Gespielt wurde ein Double-Elemination-Turnier, dessen wichtigste Spiele im Hörsaal stattfanden und so zunächst einiges Publikum hatten. Mitten in der Nacht waren allerdings die Spieler fast alleine ;) Ich lag mit den Finalteilnehmern nahezu gleichzeitig erst um 3 Uhr im Bett. Bis dahin haben wir vergnügliche Spiele gesehen. Der Live-Cast aus dem Hörsaal hat zwar leider aufgrund der schlechten Akustik nicht wirklich was getaugt, aber zum Glück hat sich auch Mori bereiterklärt, den TUDO-Cup zu übertragen. Nach neun Stunden hat die ständige Werbung mit dem ekligen Bierbauch-Typ sogar gefruchtet und ich hatte Bock auf ein Wildfire, die Frage is nur, wo kauft man dat???

Das Finale: Socke vs. Delphi

Überraschenderweise haben sich noch relativ viele Leute zu früh morgens eingefunden, um das Finale (das interessante startet ab 33:29) zwischen Delphi und Socke zu sehen. Aufgrund des Double-Elemination war es dann doch nicht so schnell zu ende, wie erhofft, da Socke die erste Runde noch verloren hat, bevor das Turnier dann doch noch gewonnen hat. Anschließend wurden die Preise von Prof. Sohler verliehen.

Glückwunsch an den zweiten Sieger Delphi! Glückwunsch an den Sieger, Socke!

Und was ist danach? Nun, ich kann mich Mori, der in seiner Übertragung nicht nur unmaßen Werbung für koffeinhaltigen Apfelsaft gemacht hat, sondern auch die Coolheit eines solchen Uni-Ereignisses oft betont hat, nur anschließen, dass solche halb-professionellen Turniere öfters von Universitäten veranstaltet werden sollten. Da ich den Organisationsaufwand kennengelernt habe, bewzeifle ich das jedoch. Nun, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 20. November 2013.