Archiv der Kategorie: Nerdig

Eine sammlung aller nerdiger Sachen.

Lustiger Android

Heute habe ich angefangen, mich mit CSS3 zu beschäftigen und dabei gerlernt, wie man einen kleinen Android designt. Er scheint recht gut drauf zu sein und man kann ihn sogar kitzeln ;)

Sollte in allen aktuellen Versionen der verbreiteten Browser funktionieren.

Selber ausprobieren

Im Folgenden beschreibe ich, wie ihr selbst einen Android bauen könnt. Es ist nicht sehr schwer :)

Bevor wir anfangen, müssen wir aber erst noch die Android-Farbe raussuchen: #A4C739

Zunächst wollen wir einen Android bauen, der nicht animiert ist. Wir nehmen dazu an, dass der Android in einem festgelegten Bereich mit absoluten Koordinaten positioniert wird.

Als Basis dient uns das Folgende:

.droid {
  position: absolute;
  bottom: 30px;
  right: 60px;
  height: 60px;
  width: 65px;
}

Nun folgt der Android:

.droid .torso {
  position: absolute;
  background:  #A4C739;
  width: 65px;
  height: 60px;
  border-radius: 0px 0px 10px 10px;
}
 
.droid .head {
  position: absolute;
  top: -32px;
  background:  #A4C739;
  width: 65px;
  height: 30px;
  border-radius: 65px 65px 0% 0%;
}
 
.droid .head .eye {
  height: 5px;
  width: 5px;
  border-radius: 5px;
  background: #333;
  position: absolute;
  top: 12px;
}
 
.droid .head .eye:nth-child(1) {
  left: 20px;
}
 
.droid .head .eye:nth-child(2) {
  right: 20px;
}
 
.droid .head .ear {
  height: 15px;
  width: 3px;
  border-radius: 15px;
  background: #A5C63B;
  position: absolute;
  top: -10px;
}
 
.droid .head .ear:nth-child(3) {
  left: 15px;
  transform: rotate(-30deg);
  -webkit-transform: rotate(-30deg);
  -moz-transform: rotate(-30deg);
  -o-transform: rotate(-30deg);
}
 
.droid .head .ear:nth-child(4) {
  right: 15px;
  transform: rotate(30deg);
  -moz-transform: rotate(30deg);
  -webkit-transform: rotate(30deg);
  -o-transform: rotate(30deg);
}
 
.droid .leg {
  position: absolute;
  bottom: -27px;
  background:  #A5C63B;
  width: 15px;
  height: 27px;
  border-radius: 0px 0px 30px 30px;
}
 
.droid .leg:nth-child(3) {
  left: 12px;
}
 
.droid .leg:nth-child(4) {
  right: 12px;
}
 
.droid .arm1,
.droid .arm2 {
  left:68px;
  top:-3px;
  width: 15px;
  height: 40px;
  background: #A5C63B;
  position: absolute;
  border-radius: 25px;
}
 
.droid .arm1 {
  left:-18px;
  transform-origin: 54% 18%;
  -webkit-transform-origin: 54% 18%;
  -moz-transform-origin: 54% 18%;
  -o-transform-origin: 54% 18%;
}
Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 20. November 2013.

Jugendschutz :-/

Heute muss ich mal wieder über eines meiner Lieblingsthemen ablästern: den „Jugendschutz“ in Deutschland. Eigentlich wollte ich Harry Potter: Der Orden des Phönix, der gestern lief, ein bisschen nebenbeilaufen lassen. Vermutlich aufgrund antiken Urheberrechts gibt es bei den privaten TV-Sendern in der Mediathek hauptsächlich Müll. Gerade da bin ich auf „Faszination Po“ auf Arte aufmerksam geworden. Durch den mir komischerweise ;-) interessant erscheinenden Titel aufmerksam geworden, konnte ich der Inhaltsangabe entnehmen, dass es sich um eine Doku über den Po in der (Kunst-)Geschichte handelt.

Nun wollte ich die Doku natürlich auch sehen. Aber: Fehlanzeige. Mit dem Hinweis, dass die Sendung nur zwischen 23:00 und 06:00 gesehen werden kann, hat Arte demonstriert, dass das Medium Internet nicht verstanden worden ist. Zum Schutz von Arte muss ich natürlich einräumen, dass der von Altparteien abgeschlossene Jugendmedienschtaatsvertrag dahinter steckt. :facepalm:

Imho muss man die Jugend vor Leuten schützen, die es nicht gebacken bekommen, vernünftige Regelungen für zeitversetztes Fernsehen zu etablieren. Schlimm genug, dass nach 7 Tagen gelöscht werden muss… (Danke, private :) Immerhin scheinen sich die öffentlich rechtlichen zu bemühen, die lächerliche Situation so gut es eben geht zu gestalten)

Alternativprogramm: Real Humans

Da ich nun was anderes tun musste, habe ich statdessen die erste Folge der schwedischen Science-Fiction-Serie Real Humans gesehen.

Die Serie spielt in Schweden in einer Welt, in der humanoide Roboter zum Alltag gehören. Die Roboter übernehmen Alltagsaufgaben, wie Haushaltspflege oder Arbeiten in Fabriken. Darüberhinaus pflegen sie auch alte Menschen und helfen bei Einsamkeit. Selbstverständlich können die Roboter auch zum Sex benutzt werden ;)

Nach der ersten Folge weiß ich noch nicht wirklich, worum es geht. Angefangene Plots sind bisher eine Gruppe von Robotern, die ein eigenes Bewusstsein entwickelt haben (was sonst) und die Probleme, die durch die Roboter entstehen. Es gibt Personen, die die neue Technologie ablehnen und Menschen, die Roboter als menschliche Wesen annehmen und eine Beziehung zu ihnen aufbauen.

Nach der ersten Folge bin ich gespannt, wie es weitergeht. Wer eher ruhigere Science-Fiction ohne Action mag sollte auch mal reinschauen. Und das ganze ohne Arte-Altersbeschränkungen, obwohl der Untertitel „Dieses Programm enthält Bilder, die schockieren können“ lautet.

Nun kuck ich erstmal die Po-Doku. Es ist ja nach 11 Uhr. Blöd nur, dass ich eigentlich nicht mehr 55 Minuten wach bleiben will. Morgen muss ich ja arbeiten oO

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 8. April 2013.

Unendlich Leben in Candy Crush Saga

Einige von euch kennen es wohl, das Spiel Candy Crush Saga von King.com. Zunächst ein bei Facebook beliebtes Spiel, gibt es Candy Crush nun auch für Handys und Tablets. Nachdem ich dem Phänomen zunächst wie bei FarmVille und anderem Krams  eher beobachtend gegenüber gestanden habe, hat es mich nun auch erwischt.

Das Spielprinzip von Candy Crush ist süchtigmachend, bei der sonstigen Ausführung gibt es aber einiges zu bemängeln. Synchronisierung mit mehreren Devices ist nur über Facebook möglich. Das ist auch nicht so leicht zu umgehen, da die Savegames nicht auf der SD-Karte sondern im geschützen Ordner /data/data/com.king.candycrushsaga/app_storage gespeichert werden, auf den man nur auf gerooteten Geräten Zugriff hat.
Weiterer Minuspunkt sind die Nutzungsmodalitäten des Spiels. Zusätzlich zum nervenden „Feature“ der In-App-Käufe von Boni wie zusätzliche Züge, ist die Anzahl der Versuche auf 5 begrenzt. Immerhin regenerieren sich die Leben alle 30 Minuten. Alternativ kann man seinen noch-Freunden bei Facebook auf den Sack gehen und um Leben betteln. Das lässt sich jedoch recht einfach ändern. Es gibt hingegen keine Bezahlvariante des Spiels, in der man ganz Normal wie gewohnt spielen kann.

Ich übernehme keine Garantie dafür, dass das Folgende Vorgehen funktioniert. Ich übernehme keine Haftung für eventuell auftretende Schäden. Zur Durchführung muss das Gerät auf eigenes Risiko gerootet werden.

Es ist ratsam, vor dem Start eine Sicherung des Systems, zumindest von Candy Crush Saga durchzuführen (zum Beispiel mit Titanium Backup).

Manuelle Synchronisation

Nutzer ohne Facebook-Account haben ein Problem, wenn sie ihre Spielstände auf mehreren Geräten synchron halten wollen. Wenn man jedoch Root-Zugriff hat, ist das ganz einfach. Mit einem geeigneten Root-Dateimanager (zum Beispiel dem Datei Manager (HD-Version für Tablets) oder dem (kostenpflichtigen) Root Explorer kann man auf die Dateien save_0.dat und save_0.bak im Verzeichnis /data/data/com.king.candycrushsaga/app_storage zugreifen und sie so zwischen den Geärten austaustauschen, zum Beispiel via DropBox oder Wuala.

Extraleben

Nur etwas schwieriger stellt sich die Sache mit den Leben heraus. Als Voraussetzung benötigt man ein installiertes Candy Crush Saga. Wenn man seinen Spielstand behalten möchte, sichert man zunächst wie oben beschrieben die Spielstände. Zur Durchführung der Änderung wird einige Software benötigt:

  1. 7zip (oder vergleichbares Tool)
  2. ein Java JDK
  3. den apk-signer
  4. das Tool zipalign, das zum Beispiel im Android SDK enthalten ist

Nun muss man folgendes machen:

  1. Die Datei com.king.candycrushsaga.apk dem Verzeichnis /data/app/ auf den PC kopieren. Sie kann dabei zum Beispiel auf der SD-Karte zwischengespeichert werden.
  2. Das Spiel löschen.
  3. Die Datei mit 7zip als zip öffnen und aus dem Ordner assets/res die Datei tweakdata.prop extrahieren (zum Beispiel in ein Explorerfenster ziehen.
  4. Die Datei mit einem Editor öffnen und den Wert für lives.base.max auf 1337 ändern und speichern.
  5. Die geänderte Datei wieder in das 7zip-Fenster ziehen und die bestehende Datei ersetzen.
  6. Im Hauptverzeichnis in der .apk-Datei muss das Verzeichnis META-INF gelöscht werden. Hier ist die Signatur der unveränderten Datei gespeichert.
  7. den apk-signer öffnen und einen Schlüssel generieren. Dazu muss zunächst der Speicherort des Schlüssels gewählt werden, Passwörter und Aliase festgelegt werden. Da wir diese Änderung nur für uns selbst durchführen und die .apk-Datei nicht veröffentlichen, können wir hier irgendwas eintragen, solange das Passwort 8 Zeichen lang ist. Ein Name muss auch eingetragen werden. Ein Klick auf „Generate Keyfile“ erzeugt den Schlüssel.
  8. Mit diesem Schlüssel wird nun die geänderte .apk des Spiels signiert. Falls die Datei jarsigner.exe nicht im Suchpfad enthalten ist, muss der Pfad zum JDK-bin-Ordner gesetzt werden. (Das ist unter Windows bei Standardinstallationen der Fall). Die Schlüsseldatei muss ausgewählt werden, Passwörter und Aliase wie oben eingegeben und die unsignierte, veränderte .apk-Datei gewählt werden. Ein Klick auf „Sign!“ signiert dann die Datei. Falls der Pfad zur jarsigner.exe falsch ist, erscheint eine entsprechende Fehlermeldung.
  9. Die .apk-Datei muss nun noch ausgerichtet werden. Dafür muss auf der Kommandozeile das tool zipalign.exe aufgerufen werden. Der Aufruf sieht zum Beispiel so aus: D:adt-bundle-windows-x86_64sdktoolszipalign.exe -v 4 com.king.candycrushsaga.apk com.king.candycrushsaga-signed.apk. Der Pfad zum Android-SDK muss natürlich angepasst werden. Der zweite Dateiname ist die Ausgabedatei.
  10. Nun muss die signierte .apk auf das Android-Gerät zurückgespielt und installiert werden.
  11. Vorher erstellte Sicherheitskopieen können nach einem ersten Start in den alten Ordner zurückgespielt werden.

Mit 1337 Versuchen gibt es keinen Grund mehr, das Spiel aus der Hand zu legen.

Das Ergebnis: Viele Leben in Candy Crush

Bei diesem Vorgehen ist zu beachten, dass ab diesem Zeitpunkt keine Updates des Spiels mehr installiert werden. Nach einem manuellen Update muss man das Ganze nochmal durchführen.

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 20. November 2013.

SVN-Revisionen mit NetBeans automatisch einfügen

Insbesondere in OpenSource-Projekten, bei denen Benutzer verschiedene Versionen der Software haben können, kann es zu Debugging-Zwecken sehr interessant sein, die SVN-Version einfach lesbasr zu machen.

Ich beschreibe hier eine Variante unter Windows mit TortoiseSVN und NetBeans.

SVN bietet die Möglichkeit, bestimmte Strings durch die Versionsnummer einer einzelnen Datei ersetzen zu lassen. Schreibt man in eine Datei den String $Rev:$, wird von SVN der Text automatisch durch die aktuelle Revision der Datei ersetzt, also zum Beispiel zu $Rev: 2658 $. Man muss dazu für die ausgewählte Datei ein Schlüsselwort aktualisieren. Bei Tortoise muss im Kontextmenü der Datei der Menüeintrag „TortoiseSVN | Properties“ ausgewählt werden und im sich öffnenden Fenster „New | Keywords“. Von den möglichen Keywords muss „Revision“ ausgewählt werden.

Durch diese Einstellung kann für jede Datei die Version der Datei gespeichert werden. Nun mag es aber auch interessant sein, die aktuellste Version zu haben. Tortoise bietet dazu das Tool subwcrev an. Es kann eine Template-Datei lesen und in dieser Datei sämtliche Vorkommen von $WCREV$ durch die maximale SVN-Revision aller Dateien im Repository zu ersetzen. Bei einer standardmäßigen Installation ist das Tool im Windows-Pfad enthalten und kann direkt aufgerufen werden. Ansonsten ist es unter /bin im Tortoise-Verzeichnis zu finden.

Wir gehen davon aus, dass wir eine Datei version.tmpl haben, in der nur $WCREV$ steht. Wir wollen eine Datei version.txt erstellen, in der die Versionsnummer steht. Der der Aufruf auf Befehlszeile lautet subwcrev . version.tmpl version.txt. Die Ausgabe enthält noch weitere Informationen und sieht zum Beispiel so aus
SubWCRev: 'D:DokumenteProgrammeTool'
Last committed at revision 2657
Mixed revision range 2655:2657
Local modifications found

Damit dieser Befehl nicht jedes mal manuell aufgerufen werden muss, kann man ihn in das NetBeans-Build-Script eingefügt werden. Dazu wird die Datei build.xml bearbeitet. Direkt nach <import file="nbproject/build-impl.xml"/>

fügen wir das Folgende hinzu:

<target name="-pre-compile">
<exec executable="subwcrev" output="svn-revision.log">
<arg line=" . version.tmpl version.txt">
<exec>
<target>

Damit teilen wir der Entwicklungsumgebung mit, dass vor dem Kompilieren das subwcrev-Tool ausgeführt werden soll, welche Parameter übergeben werden wollen und dass die Ausgabe in der datei svn-revision.log gespeichert werden soll. Falls etwas falsch angegeben worden ist, werden die Fehlermeldungen ebenfalls in diese Datei geschrieben.

Nun noch ein Beispiel, wie im Programm auf die Versionsinfos zugegriffen werden kann. Ich habe einen doppelten Ansatz gewählt: es wird versucht, den Text der Datei version.txt einzulesen. Falls dabei etwas schiefgeht, wird die lokale SVN-Revsionsnummer genommen.

/** SVN version */
public final static String revision = getVersion();
 
/**
* Reads the svn revision from a file with name 'version.txt'. If an exception
* occurs, the revision of this source code file is returned. WARNING: no error
* checks are performed!
*/
private static String getVersion() {
  try {
    return new String( Files.readAllBytes( Paths.get( "./version.txt" ) ) );
  } catch( IOException ex ) {
    return "> $Rev: 2658 $"; // return emergency value
  }
}

Das war’s auch schon. Nun kann man im Programm auf die aktuelle Revisionsnummer zugreifen. Die Textdatei wird bei jeder Ausführung von Clean & Build ausgefüht.

Alternativ kann man natürlich auch eine Java-Klasse als Template erzeugen und somit auf das Einlesen verzichten. In dem Fall bietet es sich an, eine eigene Klasse nur für den Versionstext zu entwickeln, da sonst immer das Template verändert werden muss, nicht die „richtige“ Quelldatei.

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 18. März 2013.

Die Crux mit Picasa und Google+

Die Bilder für das Blog lade ich bei Picasa (bzw. Google+, ist ja nun das gleiche) hoch. Dort konnte ich bisher prima die Links zu den Bildern erzeugen. Doch seit kurzem leitet mich Google immer automatisch auf die Google+-Fotos-Seite weiter, wenn ich versuche Picasa anzusteuern.

Wenn die beiden Produkte in ihren Fähigkeiten ähnlich wären, wäre das kein Problem. Leider gibt es in G+ noch keine Möglichkeit, Links zu den Bildern zu generieren. Ein großes Manko!

Zum Glück bin ich nicht der einzige mit diesem Problem. Georg Maschke hat auch eine Lösung parat. Man hängt an den Link einfach den Parameter

?noredirect=1

an. Wenn der Link bereits Parameter enthält (also nicht direkt auf die Picasa-Startseite sondern auf eines eurer Alben zeigt), muss man das Fragezeichen ersetzen und der Link wird so ergänzt:

&noredirect=1

Hoffen wir mal, dass Google bald die fehlenden Features in G+ nachrüstet.

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 1. November 2013.

Welcome, Noogler :)

Anfang der Woche hat mein Praktikum bei Google angefangen, ich bin also ein Noogler. Da ich in Zürich arbeite, bin ich außerdem noch ein Zoogler. Außer solch eher nutzlosen Fakten habe ich in vielen einführenden Kursen auch nützliches gelernt, und davon extrem viel. Außerdem habe ich dem Gourmet-Essen zugesprochen :)

Ich wurde über erwünschtes und unerwünschtes Verhalten aufgeklärt; selbstverständlich darf ich nicht Evil sein. Die wahre Mission von Google ist aber „to organize the world’s information and make it universally accessible and useful“. Die zugehörige Google-Philosophie finde ich ausgesprochen gut :) mit so einer Übereinstimmung hätte ich nicht gerechnet. Überraschenderweise gehört ein Kurs in Kaffezubereitung ebenfalls zur Einführung, und das nicht nur für Praktikanten! Nicht zuletzt habe ich noch meinen Laptop bekommen. Ein MacBook :( aber immerhin mit viel RAM…

Ich mit Noogler-Cap.

Heute beim habe ich dann meine Noogler-Cap bekommen. Obwohl, streng genommen bin ich kein Noogler mehr: Das ansonsten hervorragende Essenserlebnis wurde einmal von einem eher unterirdischen Tiramisù getrübt. Und es gilt die Regel: Wer anfängt sich über das Essen zu beschweren, ist kein Noogler mehr ;)

Beim TGIF bin ich auch zum erstenmal gerutscht, ein Foto davon reiche ich noch nach.

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 20. November 2013.

Jetzt gehts los!

Nach all dem Aufwand nun nur noch ein paar Stunden Zugfahren und eine Nacht, dann geht mein Praktikum bei Google in Zürich endlich los :) Sehr geil!

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 3. März 2013.

Die Tastatur-Diktatur in Android

Schonmal gefragt, warum man mit Jelly Beans manche Sachen nicht schreiben kann? Zum Beispiel das harmlose Wort „kommen“. Swipe erkennt das Wort nicht, man kann es aber auch nicht zum Wörterbuch hinzufügen, weil es da schon drin ist (wie es sein sollte).

Nun, was ist der Grund? Es gibt eine Liste „Android LatinIME Profanity List for German (de)“ mit Wörtern, die nicht benutzt werden sollen. Im Sourcecode einer älteren Version konnte man schon sehen, dass diese Wörter nicht für das Lernen benutzt werden.

Bei genauer Betrachtung sieht die Liste ziemlich lächerlich aus. Man könnte annehmen, irgendein Trottel hat einfach eine amerikanische Liste genommen und auf Deutsch übersetzt. Anders ist nicht zu erklären, wie Wörter wie „kommen“ da drin stehen. Wenn man annimmt, dass im Original „cum“ stünde, würde es wenigstens ein marginales bisschen Sinn machen.  Aber auch der Großteil der Liste macht keinen Sinn, weil die Wörter hauptsächlich anders genutzt werden. Beispiele sind angekettet, ausgezogen, mist, reif, sandwich. Man denkt nur WTF??? Und was hat proxy da zu suchen?

Aber auch andere Wörter wie geil oder scheiße, die man ja normalerweise benutzt kommen mir Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Liste, insbesondere da alle diese Wörter im Wörterbuch enthalten sind.

Bis hierhin ist es noch ganz lustig. Das Problem aber ist: wie kann man die Liste deaktivieren? Bisher gibt es dazu keine Einstellungsmöglichkeit. Man kann dieser Diktatur aber entgegenwirken: Für Wörter, die man öfter braucht und somit nicht immer manuell tippen will, hilft folgender Workaround:

  1. Einstellungen | Sprache & Eingabe | Persönliche Wörterbücher die gewünschte Sprache auswählen
  2. Auf das + oben rechts drücken
  3. Das gewünschte Wort eingeben
  4. Oben links auf „Ins Wörterbuch“ klicken
  5. Wort benutzen.

Noch krasser wird es übrigens, wenn man in betracht zieht, was man schreiben kann. Nunja, „Neger ficken“ ist ja auch nicht so schlimm wie „rüber kommen, das gemachte Sandwich abholen“ oder „eine Latte trinken gehen“ :facepalm:

 

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 12. Februar 2013.

StarCraft

Ich mit Socke

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Fakultät Informatik der TU Dortmund wurde unter Anderem mi dem TUDO-Cup ein Starcraft II-Turnier veranstaltet, was ich mir natürlich nicht habe entgehen lassen. Das letzte mal habe ich vor etlichen Jahren Broodwar gespielt, so dass ich einiges neue gelernt habe. Ein kleines bisschen juckt es mir ja in der Maushand, mal SCII auszuprobieren. Schade, dass die Anzahl der Stunden pro Tag so klein ist :-/

Bevor es mit dem Turnier losging, entdeckte ich jedoch noch ein „Kunstwerk“, das irgendjemand bei einer unbekannte Künstlerin in Auftrag gegeben hatte. Diese hat dann schließlich in Kinderschrift sinnlose Fragen an die Wand geschrieben. Sachlich, wie Informatiker natürlich sind, wurde direkt die Frage gestellt „Ist das Kunst oder kann das weg?!“.

"Kunst" im Informatik-Gebäude der TU Dortmund

Nun ging es aber zu StarCraft. Den Organisatoren war es gelungen einige Progamer und auch Semipros einzuladen, die übrigen Plätze sind von Studenten aufgefüllt worden, außerdem hat Herr Prof. Sohler teilgenommen. Ich habe die Chance genutzt und ein Foto zusammen mit Socke gemacht, das nun im Titel prangt.

Der Hörsaal, in dem die wichtigen Spiele stattfanden Der Game-Pool

Gespielt wurde ein Double-Elemination-Turnier, dessen wichtigste Spiele im Hörsaal stattfanden und so zunächst einiges Publikum hatten. Mitten in der Nacht waren allerdings die Spieler fast alleine ;) Ich lag mit den Finalteilnehmern nahezu gleichzeitig erst um 3 Uhr im Bett. Bis dahin haben wir vergnügliche Spiele gesehen. Der Live-Cast aus dem Hörsaal hat zwar leider aufgrund der schlechten Akustik nicht wirklich was getaugt, aber zum Glück hat sich auch Mori bereiterklärt, den TUDO-Cup zu übertragen. Nach neun Stunden hat die ständige Werbung mit dem ekligen Bierbauch-Typ sogar gefruchtet und ich hatte Bock auf ein Wildfire, die Frage is nur, wo kauft man dat???

Das Finale: Socke vs. Delphi

Überraschenderweise haben sich noch relativ viele Leute zu früh morgens eingefunden, um das Finale (das interessante startet ab 33:29) zwischen Delphi und Socke zu sehen. Aufgrund des Double-Elemination war es dann doch nicht so schnell zu ende, wie erhofft, da Socke die erste Runde noch verloren hat, bevor das Turnier dann doch noch gewonnen hat. Anschließend wurden die Preise von Prof. Sohler verliehen.

Glückwunsch an den zweiten Sieger Delphi! Glückwunsch an den Sieger, Socke!

Und was ist danach? Nun, ich kann mich Mori, der in seiner Übertragung nicht nur unmaßen Werbung für koffeinhaltigen Apfelsaft gemacht hat, sondern auch die Coolheit eines solchen Uni-Ereignisses oft betont hat, nur anschließen, dass solche halb-professionellen Turniere öfters von Universitäten veranstaltet werden sollten. Da ich den Organisationsaufwand kennengelernt habe, bewzeifle ich das jedoch. Nun, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 20. November 2013.

Amoklauf in New York

Angesichts des Amoklaufs gestern in der Sandy-Hook-Schule hat Phönix die Doku Amokläufer im Visier (IMDB) erneut gezeigt. Der Film ist entstanden, als nach den Amokläufen in Erfurt (2002) und Emsdetten (2006) klar war, dass es sich hierbei nicht um ein rein amerikanisches Problem handelt.

Für ein Thema, das oftmals so populistisch und polemisch und inkompetent (leider) auch von den öffentlich-rechtlichen Sendern behandelt wird, ist Amokläufer im Visier erstaunlich gut recherchiert. Auch wenn ich nicht allen Aussagen zustimme, wurde immerhin nicht stupides Killerspiel-Bashing und die Suche nach kurzsichigen und einfachen Antworten in den Vordergrund gestellt.

Im Zusammenhang damit hier nochmal ein Text, den ich im März 2009 über die unsägliche Debatte nach dem Amoklauf von Winnenden verfasst habe. Damals hatte ich noch kein Blog, er ist in der Tageszeitung erschienen ;)


Sobald eine solch schreckliche Tat wie ein Amoklauf in einer Schule stattfindet, beginnt sofort die Suche nach einem Sündenbock und mit sogenannten „Killerspielen“ ist ein solcher auch schnell gefunden.
Sofort sind diverse Jugendschützer, Elternverbände, Pädagogen und Politiker dabei mit Forderungen nach einem Verbot. Genauso groß ist selbstverständlich die Aufregung innerhalb der Spielergemeinschaft über etwaige Verbote. Diskussionen finden jedoch nicht zwischen den beteiligten Gruppen statt, sondern nur innerhalb dieser Gruppen, man kann auch schon fast von einem Generationenkonflikt sprechen. Die einzelnen Gruppen wollen sich gar nicht verstehen, zusätzlich sind Äußerungen auf beiden Seiten stark von Emotionen geprägt und polemisch, oftmals entbehren Aussagen von „Killerspiel“-Gegnern jeder Grundlage. Dies trifft z. B. auf die Aussage zu, dass Counterstrike für das amerikanische Militär entwickelt worden ist. Das stimmt so nicht, Counter-Strike wurde als Erweiterung des Spieles Half-Life von Fans in Eigenregie entwickelt und als es eine große Fanbasis hatte schließlich kommerziell vermarktet. Tatsächlich gibt es einen von der U.S. Army entwickelten Ego-Shooter, der bezeichnenderweise auch America's Army heißt und zu Werbezwecken benutzt wird.
Häufig wird auch (bereits bei früheren Amokläufen) erwähnt, dass solche Spiele keine Gewalttätigkeit auslassen, dass Menschen verstümmelt werden o. Ä. Tatsächlich gibt es in anderen Ländern deutlich gewalttätigere Spiele als Counterstrike, in Deutschland sind solche jedoch nicht zugelassen, da es hier bereits die restriktivste Gesetzgebung gibt. Bezeichnenderweise gibt der Rechtsexperte und Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Bosbach zu, dass er sich nicht mit solchen Spielen beschäftigen müsse, um darüber Urteilen zu können. So setzt er weithin Lügen in die Welt und jeder mag sich selbst ein Urteil über sein Demokratieverständnis und seine Auffassung der Tätigkeiten und Pflichten eines MdBs bilden.
Tatächlich gibt es beim Vorschlag, zumindest in Deutschland mit dem Verbot von „Killerspielen“ zu beginnen, mehrere Probleme. In der Zeit nicht nur der ökonomischen Globalisierung, sondern auch der Vernetzung der Information und des Datenzugriffs, ist es ohne Probleme möglich, verbotene Spiele im benachbarten Ausland zu bestellen oder im Internet herunterzuladen und ich gehöre sicherlich nicht zu einer Randgruppe, wenn ich über solche Möglichkeiten Bescheid weiß. Bei aufbauenden Unternehmungen wie dem Klimaschutz mag es möglich sein, als Vorreiter einzutreten, bei Restriktionen bringt es hingegen wenig.
Gleichzeitig wird ein Wirtschaftszweig in Deutschland enorm Geschädigt, Spiele wie FarCry wurden und werden in Deutschland entwickelt. Darüber hinaus wird die Gruppe der Spieler solcher Spiele in die Illegalität abgedrängt. Dass solche Unternehmungen keinen Erfolg haben, dürfte in der Geschichte bei diversen Verbotsaktionen hinreichend bekannt sein.
Als wichtigstes Argument sehe ich jedoch an, dass über den Einfluss von Computerspielen überhaupt nichts mit Sicherheit bekannt ist. Fest steht bisher nur, dass es überhaupt einen Einfluss gibt. Jede Seite kann hinreichend Studien vorweisen, die ihre Meinung belegen. Es gibt mehrere Ansätze, z. B. dass aggressive Computerspiele die Aggressionsbereitschaft fördern, jedoch auch solche die Behaupten sie würden Angst erzeugen und die Aggressionsbereitschaft hemmen. Darüber hinaus können sie nach weiteren Theorien abstumpfend und schließlich auch noch Aggressionsbereitschaft mindern. Diese Vielfalt bisher ungeklärter Ansätze kann uns nur eines sagen: dass es keine einfache monokausale Erklärung für die Wirkung gewalttätiger Computerspiele gibt.
Allgemein haben Computerspiele nur einen kleinen Anteil an Amokläufen. Ein großer Teil der Amokläufer hat regelmäßigen Umgang mit Waffen und teilweise erhebliche Probleme mit ihrer Umwelt oder in der Schule.
Unsere gesamte Gesellschaft ist von Gewalt geprägt. Das beginnt damit, dass im Fernsehen sowohl in fiktiven Filmen als auch in den Nachrichten regelmäßig brutalste Gewalt präsentiert wird. Aber auch wenn wir von der „Ellenbogengesellschaft“ sprechen, sehen wir die Gewalt im ganzen System. Man kann schnell als „Opfer“ abgestempelt werden, wird gemieden oder gemobbt, jeder versucht einen noch tiefer stehenden zu finden, um sich über ihn zu erheben.
In Anbetracht dieser Umstände kann es meiner Meinung nach keinen positiven Effekt auf die Prävention haben, wenn „Killerspiele“ verboten werden.

Ein ebenfalls sehr guter Text über das Problem ist Die Gewalt in der Maschine, der bereits 2000 in der c’t erschienen ist.

Geschrieben von Kap. Zuletzt geändert am 15. Dezember 2012.